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Einige Gedichte sind in meinem Buch “Schritte zurück in’s Leben”, dem Buch “Bittere Tränen, Band II”, “Wieviele Tränen hat die Seele” und “Weil wir so viele sind” des Lumen-Verlags veröffentlicht.

Alle sind urheberrechtlich geschützt
.

Danke

    dankbar bin ich, dass ich hier sein konnte
    ein Tasten war es, wie mit einer Sonde

    jeder half mir auf seine Art und Weise
    ich es annahm, aber sehr leise

    die lieben Menschen um mich herum
    nahmen mir meine Macken nicht krumm

    täglich und immer wieder
    predigten sie es mir nieder

    dass ich es schaffen werde
    wenn ich nur bliebe auf der richtigen Fährte

    diese der Ressourcen und der Kraft
    ich hätte diese Macht

    verfolgen werde ich dieses Ziel
    auch wenn es Kraft kostet, sehr viel

    ich danke allen hier
    sie so vieles aufzeigten mir

Autoaggressiv

    Was ist ES was raus will?
    Ganz laut, nervös und schrill

    es quält mich mir was anzutun
    besser wäre es mich auszuruh’n

    ich schneide, ritze und petze
    beiße, schlage, alles in Hetze

    was ist ES was mich verletzt?
    Mich mit eigenem Blut benetzt!

 

Gedanken oder Stimmen

    Stimmen die verwirren?
    Gedanken, die sich verirren?

    Gedanken die sich in Stimmen zeigen?
    Stimmen die sich zu meinen Gedanken neigen?

    Ich kann keinen Unterschied erkennen
    die Dinge die geschehen, nicht benennen

    oder sollte ich ihnen einen Namen vergeben?
    um Unterschiede bewusst zu erleben?

    „die Monster“ könnte ich sie nennen
    vielleicht geben sie sich darin zu bekennen

    durch die Namensgebung könnte ich sie kontaktieren
    sie damit vielleicht irritieren?

    die Angst davor, was sich darin zeigt
    sich stets dem Bösem zuneigt

    lässt mich erbittert dagegen sein
    da es beschreibt mein Sein

     

Zerissenheit

Zerissen in viele Stücke
kann spüren diese Lücke

Uneinheit in Körper und Kopf
es aushöhlen wie ein stetiger Tropf

ich kann sie nicht zusammenfügen
sie mich immerfort betrügen

finde keine Einheit zwischen ihnen
sie mich auslachen mit höhnenden Mienen

kann so mit ihnen nicht leben
wenn diese Teile weiter in mir kleben

 

Stimmen

    Stimmen sind in mir mächtig
    alle sehr laut und kräftig

    zwingend und gemein
    bestimmen sie mein Sein

    unfähig sie zu überhören
    sie sind immer da und zerstören

    sagen mir schlechte Dinge
    ich dagegen ringe

    bis ich nicht mehr kann
    und ich es glaube dann

    ausgelaugt und müde
    mich den Stimmen füge

Anorexie

    was ist diese Sucht?
    soll es sein eine Flucht?

    ist sie ein Hilferuf?
    oder eher ein böser Fluch?

    sie gibt sich nicht geschlagen
    muss sie ständig in mir tragen

    sie ist übermächtig und stark
    in sich sehr autark

    so macht sie mich hilflos und klein
    kann so nicht mehr sein

    es dreht sich alles um die Anorexie
    vergessen kann ich sie wohl nie

Bodenlosigkeit

    Der Boden reißt seinen Schlund auf
    dies ist das Zeichen für das Aus

    er zieht mich hinab ins Fegefeuer
    da wartet auf mich das Riesenungeheuer

    kämpfe dagegen an
    bis ich nicht mehr kann

    angsterfüllt und dem Tod sehr nah
    ruf ich um Hilfe, bis sie ist da

    ich kann es nicht vermitteln
    was mich lässt vor Weinen schütteln

    das Ungeheuer lies mich noch einmal gehen
    und die Welt um mich wieder zu sehen

    Ich weiß nicht wie lange es das noch tut?
    bis meine Seele noch ist auf der Hut?

    bis sie dann nicht mehr kann
    und es mich hat in seinem Fang

Dämonen

    Dämonen halten mich wach
    halten mein Leben in Schach

    sie toben in mir drinnen
    mit sehr vielen Stimmen

    zwingen mich in die Knie
    widerstehe ihnen nie

    zu schwach und ausgezehrt
    alles in sich gekehrt

    bin ich mutlos und verzagt
    Lebensmüdigkeit an mir nagt

Einsamkeit

    Einsamkeit um mich herum
    lässt mich werden ganz stumm

    Einsamkeit die erdrückt
    sie macht mich ganz verrückt

    Einsamkeit die isoliert
    es mich dabei sehr friert

    einsam bin ich unter Menschen
    einsam in meinem Denken

    einsam in meinem Erlebten
    einsam in meinen Erstreben

ES

    es geschah
    keiner sah

    es schmerzte
    er scherzte

    es geschah immer wieder
    mit Macht auf sie nieder

    es schmerzte wie ein Geschoss
    er genoss

     

 

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